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Mediation

Außergerichtliche Konfliktlösung von DAS STEUERBÜRO

Mediation in Braunschweig

Stellen wir uns einmal die Küste Neufundlands vor – schäumende Gischt, die Wellen preschen an Land, der Atlantik streut feine Salzkristalle über den Strand. Ein paar Seemeilen entfernt navigiert ein Schiff der US-Marine. Der Kapitän macht ein Hindernis aus und es beginnt hastiger Funkverkehr:

Kapitän: Bitte ändern Sie Ihren Kurs 15 Grad Nord, um eine Kollision zu vermeiden.

Kanadier: Empfehle, Sie ändern Ihren Kurs 15 Grad Süd, um Kollision zu vermeiden.

Kapitän: Dies ist der Kapitän eines Schiffes der U.S. Navy. Ich wiederhole, ändern Sie Ihren Kurs.

Kanadier: Nein, ich wiederhole, ändern Sie Ihren Kurs.

Kapitän: Hier ist der Flugzeugträger U.S. S. Lincoln, das zweitgrößte Schiff der Vereinigten Staaten im Atlantik. Ändern Sie unverzüglich Ihren Kurs !

Kanadier: Das ist ein Leuchtturm. Sie sind dran.

Ein klassisches Beispiel für das "Verhandeln auf Positionsebene". Allzu oft nehmen wir uns in dieser von Handy-Telefonaten und Email – Kommunikation getriebenen Zeit nicht mehr den nötigen Raum, unser Gegenüber, dessen Möglichkeiten, Bedürfnisse und Interessen genauer kennenzulernen.

Was aber, wenn ein solcher Konflikt Beziehungs- und Sachebene einnimmt und die Konfliktparteien von gemeinsamer Zukunft gewissermaßen abhängig sind? Hier kann das strukturierte Verfahren der Mediation helfen, wertschätzend und beiderseits einvernehmlich, zeitnah und außergerichtlich Lösungen zu finden.

Wirtschaftsmediation in Braunschweig

Der Streit um die Orange:

Zwei Schwestern streiten sich um eine Orange. Beide wollen die Orange für sich haben und rufen die Mutter, die entscheiden soll. Sie könnte nun einer Schwester die Orange geben und die andere leer ausgehen lassen. Dies wäre die klassische Richterlösung. Eine gewinnt, eine verliert (win-loose-Situation). Oder sie könnte die Orange teilen. Auch das wäre auf dem Boden eines Kompromisses, eine Richterlösung. Stattdessen fragt Sie die beiden Schwestern, warum Sie die Orange haben wollen, was genau ihnen daran wichtig ist. Darauf schildert eine Schwester, dass sie die Orange pressen möchte, um Orangensaft zu trinken. Die andere Schwester möchte Kuchen backen und benötigt die Schale für das Aroma. Durch die Trennung von Schale und Saft gibt es eine Lösung, die den Interessen beider Schwestern vollständig gerecht wird (win-win-Lösung).

Nun sind reale Konflikte, die über die Mediation gelöst werden sollen, in der Regel komplexer als das vorstehende Beispiel. Einfache Lösungen liegen oft nicht auf der Hand oder haben sich in bisherigen Verhandlungen nicht finden lassen. Dennoch zeigt das Orangenbeispiel ein Prinzip, das sich auf die meisten Konflikte übertragen lässt und mit dessen Hilfe auch hoch komplexe Konflikte einer Lösung zugeführt werden können.

In der Mediation werden Interessen herausgearbeitet. Die Positionsebene wird verlassen. Die Konfliktparteien erkennen trotz widersprüchlicher Forderungen, dass jede Seite legitime Bedürfnisse hat, die zu diesen Forderungen geführt haben. Diese Interessen und Bedürfnisse, müssen sich nicht mehr zwangsläufig ausschließen. In der Mediation werden, für beide Verhandlungspartner nachvollziehbar, die jeweiligen Interessen verständlich gemacht. Anders als bei der Verhandlung über Positionen, bei der sich eine Seite nur auf Kosten der anderen Seite durchsetzen kann, werden so unterschiedliche Lösungen möglich, die den eigentlichen Interessen gerecht werden. Dadurch entsteht die Bereitschaft zur Kooperation. Die Lösungstür öffnet sich.


Die Mediation als strukturiertes Verfahren zur außergerichtlichen Konfliktlösung ist bereits seit dem 17. Jh. bekannt und fand in den letzten 30 Jahren nach einem Umweg über Amerika wieder zurück in den Schoß ihres Ursprungs – Europa und Deutschland.

Rechtsschutzversicherungen bezahlen den für viele noch unbekannten streitschlichtenden Vorgang der Mediation. Sie ist unter bestimmten Voraussetzungen die bessere, weil kostengünstigere und kürzere Alternative zur gerichtlichen Auseinandersetzung.

Die Judikative hat lange um ein Gesetz gerungen. 2011 konnte das Mediationsgesetz den Bundesrat nicht passieren, weil dem Ausschuss die finanzgerichtliche Mediation im Gesetzentwurf fehlte.

Seit Mitte 2012 gibt es nun das Mediationsgesetz. Wichtigste Regelung ist, dass nur dort „Mediation drin sein darf, wo auch Mediation drauf steht“ – meint, DAS STEUERBÜRO darf sich, ob seiner Ausbildung, für seine Kunden zur Mediation anbieten.

FAZIT:
Mediation sollte als realistische Chance zur außergerichtlichen Beilegung von Konflikten verstanden werden. Das strukturierte Verfahren dient der Interessenklärung auf der Sach- und Beziehungsebene und ist auf ein friedvolles Miteinander in der Zukunft ausgerichtet.

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